Worte von Papst Benedikt XVI.

Ohne den Heiligen Geist wäre die Kirche nur eine menschliche Einrichtung

Papst Benedikt XVI. in einer Ansprache vom 15. Mai 2005:

Ohne den Heiligen Geist würde die Kirche auf die Ebene einer rein menschlichen, von ihren eigenen Einrichtungen belasteten Organisation verkürzt werden. Zumeist jedoch bedient sich der Heilige Geist in Gottes Plänen seinerseits der menschlichen Vermittlung, um in der Geschichte zu wirken.

Gerade deshalb hat Christus, der seine Kirche auf das Fundament der um Petrus gescharten Apostel gründete, sie auch mit der Gabe seines Geistes bereichert, damit er sie im Laufe der Jahrhunderte tröste (vgl. Joh 14,16) und sie zur vollen Wahrheit führe (vgl. Joh 16,13).

Möge die kirchliche Gemeinschaft dem Wirken des Heiligen Geistes gegenüber stets aufgeschlossen und fügsam bleiben, um ein glaubhaftes Zeichen und wirksames Werkzeug von Gottes Handeln unter den Menschen zu sein!

Unhaltbarkeit der Anklage des Schismas

Weihe und Jurisdiktion

Priesterbruderschaft St. Pius X. ist nicht schismatisch

Die Bruderschaft wehrt sich gegen jede Anklage des Schismas und betrachtet, gestützt auf die gesamte traditionelle Theologie und die konstante Lehre der Kirche, dass eine vom Heiligen Stuhl nicht autorisierte Bischofsweihe, wenn sie weder von einer schismatischen Absicht noch von der Zuteilung der Jurisdiktion begleitet wird, keinen Bruch mit der Gemeinschaft der Kirche darstellt.

Die Konstitution Lumen gentium über die Kirche legt im Kapitel III, Nr. 21, dar, dass durch die Bischofsweihe die Jurisdiktionsgewalt zusammen mit der Weihegewalt verliehen wird. Das Dekret Christus Dominus über die pastorale Aufgabe der Bischöfe in der Kirche legt dasselbe in seiner Präambel, Nr. 3, dar. Und diese Aussage wird vom Codex Iuris Canonici von 1983 in Kanon 375 § 2 aufgegriffen. Nun hängt in der Kirche der Empfang der bischöflichen Jurisdiktionsgewalt nach göttlichem Recht vom Willen des Papstes ab, und das Schisma wird genau als jener Akt, durch den sich jemand eine Jurisdiktion autonom aneignet, ohne Rücksicht auf den Willen des Papstes. Deshalb wäre nach diesen Dokumenten eine Bischofsweihe, die gegen den Willen des Papstes vollzogen wird, notwendigerweise ein schismatischer Akt.

Diese Argumentation mit der Schlussfolgerung, die zukünftigen Bischofsweihen innerhalb der Bruderschaft seien schismatisch, beruht vollständig auf dem Postulat des II. Vatikanischen Konzils, wonach die Bischofsweihe zugleich die Weihegewalt und die Jurisdiktionsgewalt verleiht.

Nach Ansicht von Hirten und Theologen, deren Autorität zur Zeit des II. Vatikanischen Konzils anerkannt war, ist dieses Postulat jedoch nicht traditionell und entbehrt einer soliden Grundlage. Während des Konzils haben Kardinal Browne, Mgr. Luigi Carli das in ihren schriftlichen Bemerkungen zum Schema der zukünftigen Konstitution Lumen gentium demonstriert. Ebenso Mgr. Dino Staffa, der sich dabei auf die gesichertsten Daten der Tradition stützte.

Pius XII. hat bei drei Gelegenheiten – 1943 in Mystici corporis, 1954 in Ad Sinarum gentem und 1958 in Ad apostolorum principis – erklärt, dass die ordentliche bischöfliche Regierungsgewalt, die die Bischöfe innehaben und unter der Autorität des Obersten Hirten ausüben, ihnen unmittelbar – das heißt ohne Vermittlung durch die Bischofsweihe – durch denselben Obersten Hirten verliehen wird: „immediate sibi ab eodem Pontifice Summo impertita“. Wenn diese Vollmacht ihnen unmittelbar durch den alleinigen Akt des Willens des Papstes verliehen wird, ist nicht zu sehen, wie sie aus dem Sakrament hervorgehen könnte.

Dies gilt umso mehr, als die Mehrheit der Theologen und Kanonisten absolut bestreitet, dass die Bischofsweihe die Jurisdiktionsgewalt verleiht.

Und die Disziplin der Kirche steht im Widerspruch zu dieser These. In der Tat: Wenn die Jurisdiktionsgewalt durch die Weihe verliehen würde, wie könnte es dann sein, dass ein gewählter Papst, der noch nicht zum Bischof geweiht wurde, bereits im Augenblick der Annahme seiner Wahl nach göttlichem Recht die Fülle der Jurisdiktionsgewalt sowie die Unfehlbarkeit besitzt? Derselben Logik folgend: Wenn es die Weihe wäre, die die Jurisdiktion verleiht, so hätten residierende Bischöfe, die zwar ernannt, aber noch nicht geweiht sind, keinerlei Jurisdiktionsgewaltund kein Recht, in einem Konzil zu sitzen – obwohl sie doch bereits als wahre Hirten an der Spitze ihrer Diözese stehen. Tatsächlich besitzen sie beide Vorrechte bereits vor ihrer Bischofsweihe. Was wiederum die Titularbischöfe betrifft, die über keine Autorität in einer Diözese verfügen, so wären sie über Jahrhunderte hinweg der Ausübung einer Jurisdiktionsgewalt beraubt gewesen, die sie laut Lumen Gentium kraft ihrer Weihe empfangen hätten.

Auf den Einwand, dass die Weihe bereits eine Jurisdiktionsgewalt im eigentlichen Sinne verleihe, die jedoch des Eingreifens des Papstes bedürfe, um konkret ausgeübt werden zu können, antworten wir, dass diese Unterscheidung künstlich ist. Denn Pius XII. sagt ausdrücklich, dass es die Jurisdiktionsgewalt in ihrem Wesen ist, die unmittelbar durch den Papst mitgeteilt wird; dieser begnügt sich also nicht damit, lediglich eine erforderliche Bedingung für die rechte Ausübung dieser Gewalt zu schaffen.

Die Bischöfe, die am 1. Juli dieses Jahres als Weihbischöfe der Bruderschaft geweiht werden, maßen sich daher keinerlei Jurisdiktion gegen den Willen des Papstes an und sind keineswegs Schismatiker.

Quelle: GENERALHAUS FSSPX AKTUELL

Von Tyrannen zerstört: Papst greift Politiker frontal an

Papst Leo XIV.
© APA

Bei einem Besuch in Kamerun fand der erste Papst aus den USA deutliche Worte. Er warf einigen Machthabern vor, die Welt in eine gefährliche Richtung zu treiben. Die Menschheit werde von „einer Handvoll Tyrannen“ regelrecht verwüstet, sagte er und kritisierte gleichzeitig massiv die enormen Ausgaben für Kriege. 

Scharfe Kritik an Machtpolitik

Der Papst prangerte an, dass Milliarden in militärische Konflikte fließen, während gleichzeitig Leid und Instabilität zunehmen. Besonders deutlich wurde er auch gegenüber jenen Politikern, die Religion als Rechtfertigung für Gewalt nutzen.

Er forderte einen klaren Kurswechsel und machte deutlich, dass die aktuelle Entwicklung in vielen Regionen der Welt nicht länger tragbar sei. Seine Aussagen fielen kurz nachdem US-Präsident Donald Trump ihn erneut öffentlich angegriffen hatte.

Besuch in Konfliktregion

Seine Worte äußerte der Pontifex in Bamenda, einer Stadt im Nordwesten Kameruns, die seit Jahren von einem blutigen Konflikt geprägt ist. Die Region gilt als Zentrum eines englischsprachigen Separatistenaufstands, der bereits tausende Menschenleben gefordert hat.

Der Papst sprach von einer „blutgetränkten“ Gegend und verurteilte die anhaltende Gewalt scharf. Er warnte vor einem Kreislauf aus Chaos und Tod, der sich immer weiter verstärke.

Harte Worte zu Ausbeutung und Gewalt

Besonders kritisierte er auch wirtschaftliche Interessen hinter Konflikten. Wer Länder ausbeute, investiere die Gewinne oft direkt wieder in Waffen – und halte so Gewalt und Instabilität am Leben.

Mit seinen Aussagen setzt der Papst ein deutliches Signal: Die Verbindung aus Machtpolitik, wirtschaftlichen Interessen und Krieg sei eine der größten Gefahren für die Welt. 

Quelle: msn

Christus hat durch sein Kreuz den Schlüssel, um die Tür des Todes zu öffnen

Aus einer Predigt Papst Benedikts am 7. April 2007:

Im Credo bekennen wir über Christi Weg: ER ist hinabgestiegen in das Reich des Todes. Was ist da geschehen? Weil wir die Welt des Todes nicht kennen, können wir uns diesen Vorgang der Überwindung des Todes nur in Bildern vorstellen, die unangemessen bleiben.

Dennoch, in allem Ungenügen helfen sie uns, etwas vom Geheimnis zu verstehen. Die Liturgie wendet auf den Abstieg Jesu in die Nacht des Todes das Wort des Psalms 23 (24) an: „Ihr Tore, hebt euch nach oben; tut euch auf, ihr uralten Pforten!“

Die Tür des Todes ist verschlossen, niemand kann je zurückkommen. Es gibt keinen Schlüssel zu dieser ehernen Tür. Christus aber hat ihn: Sein Kreuz reißt die Tore des Todes auf… Sein Kreuz, die Radikalität seiner Liebe ist der Schlüssel, der dieses Tor öffnet. Die Liebe dessen, der als Gott Mensch wurde, um sterben zu können; sie hat die Kraft, die Tür zu öffnen. Diese Liebe ist stärker als der Tod. 

Die Oster-Ikonen der Ostkirche zeigen, wie Jesus hineintritt in die Welt der Toten. Sein Gewand ist Licht, denn Gott ist Licht. „Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis wie Licht“ (Ps 138,12).

Jesus, der in die Totenwelt hineintritt, trägt die Wundmale: Seine Verwundung, sein Leiden ist Macht geworden, ist Liebe, die den Tod überwindet. ER begegnet Adam und allen in der Nacht des Todes wartenden Menschen. Man glaubt bei ihrem Anblick förmlich, das Gebet des Jona zu hören: „Aus der Tiefe der Unterwelt schrie ich um Hilfe, und du hörtest meinen Ruf“ (Jona 2,3).

Der Sohn Gottes hat sich in der Inkarnation mit dem Wesen Mensch, mit Adam geeint. Aber erst in dem Augenblick, in dem ER den letzten Akt der Liebe vollzieht und absteigt in die Nacht des Todes, vollendet ER den Weg der Inkarnation. Durch sein Sterben nimmt ER Adam, nimmt ER die wartenden Menschen an die Hand und führt sie ans Licht.

Nun kann man aber fragen: Was bedeutet dieses Bild? Was ist da wirklich durch Christus Neues geschehen? Die Seele des Menschen ist doch an sich, von der Schöpfung her unsterblich – was hat Jesus Neues gebracht?

Ja, die Seele ist unsterblich, weil der Mensch in einzigartiger Weise im Gedächtnis und in der Liebe Gottes steht, auch als Gefallener.

Aber seine Kraft reicht nicht, sich zu Gott zu erheben. Wir haben keine Flügel, die uns in diese Höhe tragen könnten. Und doch kann dem Menschen nichts anderes auf ewig genügen, als mit Gott vereint zu sein. Eine Ewigkeit ohne dieses Einssein mit Gott wäre Verdammung. Der Mensch kann nicht hinauf und verlangt doch hinauf: Aus der Tiefe rufe ich zu dir.

Nur der auferstandene Christus kann uns hinauftragen in die Einheit mit Gott, zu der unsere eigenen Kräfte nicht hinaufreichen. ER nimmt in der Tat das verlorene Schaf auf seine Schultern und trägt es heim. In der Gemeinschaft mit seinem Leib reichen wir bis ans Herz Gottes hin. Und so erst ist der Tod überwunden, sind wir frei und leben in Hoffnung.